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Vor- und Frühgeschichte in Skandinavien

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Die Wikinger waren, aus dem Norden Europas stammend, ziemlich robust und gegen so gut wie alle Widerstände gewappnet. Ihre Heimat Skandinavien wurde erst nach der letzten Eiszeit, als sich die Gletscher auf dem Rückzug befanden, von Jägern und Sammlern im 11. - 8. Jahrtausend v.Chr. besiedelt. Diese Besiedlung ging sehr wahrscheinlich von Nordosten über das heutige Russland, Finnland, Skandinavien und von Süden über Deutschland und die Landbrücke nach Schonen (eine Landschaft im Süden Schwedens) vor sich.
Es waren verschiedene Völker, die sich dort niederließen. Sicherlich waren es sowohl protogermanische Stämme als auch nichtgermanische Urbewohner Europas.

Älteste menschliche Funde aus Schweden sind rund 13.000 Jahre alt und wurden in Schonen gefunden. Älteste menschliche Funde aus Norwegen sind erstaunlicherweise rund 10.300 Jahre alt und stammen ausgerechnet von der kältesten Region, dem Nordkap, wo sie bei Tunnelarbeiten entdeckt wurden.

Um 5000 v.Chr. schloss sich die Landbrücke über die Ostsee und Norwegen und Schweden waren besiedelt. Da das Klima allmählich besser wurde, entwickelte sich bald Landwirtschaft und die Leute wurden sesshaft.

Die Bronze- und Eisenzeit begann wohl erst mit einer Verzögerung und war durch die ansässigen germanischen Stämme geprägt. Zur Zeit des Römischen Reiches gab es auch einen Austausch von Handelswaren mit diesem, etwas, was wir aus der späteren Wikingerzeit gut kennen. Dieser Zeitraum währte von Christi Geburt bis 400 n.Chr., und Skandinavien wird erstmals in römischen Chroniken erwähnt.

In dieser Zeit setzen die Goten, aus Schweden kommend, über die Ostsee zur Weichselmündung über und dringen in von Venetern und Sarmaten bewohnte Gebiete in Russland und der Ukraine vor. Die Veneter werden 350 von den Goten unterworfen, es kommt zur Verschmelzung der Völker und zu einer neuen Epoche, des ostgermanischen Kulturkreises. Bereits um 300 n.Chr. sitzen die Goten auf der Krim am Schwarzen Meer, wo sich die gotische Kultur fest verwurzelt. Noch heute sind dort in Landkarten Flurnamen verzeichnet, die auf die gotische Sprache zurückgehen.

In der Zeit nach Christi Geburt erlebt Skandinavien insgesamt eine Blütezeit, exotische Handelswaren gelangen auf den Markt, ebenso wird Ware ausgeführt, das Leben wird dadurch angenehmer und die Bevölkerung erreicht einen gewissen Wohlstand. Ein Fund der besonderen Art gelang Archäologen 1954 auf der schwedischen Insel Helgö/Mälarsee: Eine Buddha-Statue aus Nordindien aus Bronze sowie eine Taufschaufel aus Ägypten, beide datiert auf das 5.Jahrhundert. Die Funde sind 500 Jahre älter als die von Birka bei Stockholm, welches ab dem 8.Jahrhundert ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger war.

Als das Römische Reich zusammenbricht, verliert auch Skandinavien seinen Halt und leidet wie der Rest Europas darunter, obwohl nie auch nur ein kleinster Teil zum Imperium gehört hatte. Als in Süddeutschland Germanen den Limes überschreiten und neue Herrschaften errichten, wird Skandinavien von lokalen Stammesfürsten regiert, stets kriegsbereit und immer für den Ernstfall gewappnet. Die Epoche, die als das finstere Mittelalter bezeichnet wird, hat begonnen und bringt die Bevölkerung zunächst in eine Depression. Aus dieser Not heraus schließen sich ab dem 6.Jahrhundert Gruppen zusammen, die unternehmungslustig und wagemutig sind, und sich - zu Fuß, beritten oder mit dem Schiff - auf die Suche nach Reichtum machen.

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